Huflattich, Der Huflattich (Tussilago farfara) hat in der Pflanzenheilkunde seit Jahrhunderten einen ausgezeichneten Ruf als Hustenpflanze. Er enthält allerdings Stoffe, die leberschädigende, krebsfördernde und erbgutverändernde Eigenschaften besitzen. Ob daraus für Menschen beim Konsum von Huflattichtee ein Risiko besteht, kann heute weder mit Sicherheit bestätigt noch ausgeschlossen werden. Daher empfielt es sich, den Huflattich durch andere, ebenbürtige Pflanzen zu ersetzen. völlig risikolos ist es aber, sich im März an den hübschen Blüten als Frühlingsboten zu freuen.
Heilpflanzen-Foto: Karin Witschi
Hirtentäschel, Das Hirtentäschel (Capsella bursa-pastoris) ist eine unscheinbare Pflanze, die oft übersehen wird. Es kommt aber fast auf der ganzen Erde vor und ist so widerstandsfähig, dass es manchmal noch unter dem Schnee blüht. Es lässt sich auch kaum ausrotten, weil jede Pflanze pro Jahr etwa 50 000 Samen bildet, die jahrelang keimfähig bleiben.
Hirtentäschel hat in der traditionellen Pflanzenheilkunde einen Ruf als blutstillende Pflanze, beispielsweise bei zu starken Menstruationsblutungen (gynäkologisch abklären). Hirtentäschel ist allerdings wissenschaftlich schlecht untersucht. Ebenso fehlen gut dokumentierte Erfahrungsberichte. So lässt sich die Wirkung der Pflanze noch nicht abschliessend beurteilen.
Heilpflanzen-Foto: Drogerie Spisertor
Haselwurz, Der Haselwurz (Asarum europaeum) ist eine unscheinbare, aber hübsche Waldpflanze. Seine Wurzel wirkt schleimlösend und krampflösend bei Husten. Sie muss aber genau dosiert werden, weil zu grosse Mengen brecherregend wirken können. Darum wird sie nicht als Tee, sondern nur als Extrakt angewendet. Leider gibt es in der Schweiz gegenwärtig keine Haselwurz-Präparate auf dem Markt. Haselwurz wird daher ersetzt durch Efeu-Präparate, die ebenfalls schleimlösend und krampflösend auf die Bronchen wirken.
Heilpflanzen-Foto: Annemarie H.
Hagebutte, Die Hagebutte (Rosa canina) wurde lange Zeit vor allem als Genusstee und Vitamin-C-Spender verwendet. Seit einiger Zeit wird Hagebuttenpulver nun als Mittel gegen Arthrose propagiert. Es gibt dazu auch einige Forschungen, die einen günstigen Effekt nahe legen. Allerdings prescht das Marketing schon mit voller Kraft voraus, während bezüglich der Wirkung noch einige Fragen offen bleiben. In der Phytotherapie werden Heilungsversprechungen nicht einfach geglaubt, sondern so gut wie möglich geklärt und geprüft. Darum ist die Phytotherapie-Fachliteratur beim Thema \"Hagebutten & Arthrose\" noch zurückhaltend.
Heilpflanzen-Foto: Martin Koradi
Herbstzeitlose, Die Herbstzeitlose (Colchicum autumnale) ist eine der giftigsten Pflanzen Mitteleuropas. Immer wieder werden im Frühling Herbstzeitlosenblätter mit Bärlauchblättern verwechselt, was nicht selten tödlich endet. Herbstzeitlose hat in der Pflanzenheilkunde / Phytotherapie aufgrund dieser Giftigkeit keine Verwendung. Der Wirkstoff Colchicin wirkt günstig bei akuten Gichtanfällen. Weil er sehr präzis dosiert werden muss, ist diese Anwendung aber rezeptpflichtig.
Foto:: Pia Burkhard
Herbstzeitlose, Die Herbstzeitlose (Colchicum autumnale) unterscheidet sich in ihrem Lebensrhythmus von anderen Pflanzen. Sie blüht im Herbst und ihre Blätter und Früchte entwickelt sie erst im darauf folgenden Frühjahr. Das Foto zeigt die Früchte.
Bild: Karin Wtschi
Schwarzer Holunder, Der Schwarze Holunder (Sambucus nigra) wurde angeblich früher so geschätzt, dass man den Hut ziehen musste zur Ehrerbietung, wenn man an ihm vorbei ging. Er war der Sitz des guten Hausgeistes. Die Pflanzenheilkunde verwendet die Blüten in Grippe-Fieber-Tees.
Heilpflanzen-Foto: Karin Witschi
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